Die geschichtliche Entwicklung unsere Landesgruppe bis 2006

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Die 1956 gegründete und sich sehr rasch entwickelnde Landesgruppe Bayern hatte in den sechziger Jahren mit über 300 Mitgliedern bereits eine Größe erreicht, die eine Neuorganisation erforderlich machte. Bei der Hauptversammlung am 22. März 1975 stellte daher die Bezirksgruppe Südbayern- Donaugebiet unter der Leitung ihres Obmanns Sepp Stierstorfer den Antrag auf Selbständigkeit. Die Gruppenneubildung wurde einstimmig per Handzeichen genehmigt, wie dem Protokoll zu entnehmen ist.

Die erste Jahresversammlung, zugleich Gründungsversammlung der Landesgruppe Südbayern,
fand am 7. März 1976 in Grüneck bei München statt. Der Obmann der bisherigen Bezirksgruppe,
Sepp Stierstorfer, und der 1. Vorsitzende der Landesgruppe Bayern, jetzt Nordbayern, Dr. Adolf Heckel, berichteten über die bisherige Entwicklung und begründeten mit der Größe, der geographischen Lage und den ständig gestiegenen Mitgliederzahlen die Notwendigkeit einer Teilung, um weiterhin optimale Arbeit für den KlM leisten zu können. Schwerpunkte der künftigen Arbeit der neuen Landesgruppe sollten sein, eine bessere Betreuung der Welpenerwerber mit Hilfe der Datenerfassungsblätter und Übertragung dieser Aufgabe auf die Obleute neu zu gründender Bezirksgruppen, Gewinnung von Prüfungsrevieren, Durchführung von Züchtertagungen und das Heran- und Weiterbilden eines eigenen Richternachwuchses. Sepp Stierstorfer wurde zum 1. Vorsitzenden der neu gegründeten Landesgruppe gewählt, die zu Beginn über 130 Mitglieder verfügte. Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich ständig und liegt derzeit bei etwa 350. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Stephan Issing, der von 1976 bis 1991 das Amt des Schatzmeisters bekleidete.

Nach und nach wurden Bezirksgruppen gebildet, dessen Obleute die Welpenerwerber betreuten.
Derzeit ist die Landesgruppe in vier Bezirksgruppen eingeteilt. In jeder dieser Gruppen finden jährlich mindestens 3 Übungstage statt, die der Vorbereitung der Junghunde auf die Prüfungen und der Unterstützung, vor allem der Erstlingsführer, bei der Abrichtung dienen. Eine weitere Aufgabe der Obleute ist die Vorbereitung und zum Teil auch Durchführung der Prüfungen, die in ihrem Bereich stattfinden. Außerdem sind gelegentlich im Auftrag des Landesgruppenzuchtwartes auch Wurfbesichtigungen und Tätowierungen vorzunehmen. Seit über 20 Jahren ist Johann Straubinger als Obmann der niederbayerischen Bezirksgruppe engagiert tätig und für die Landesgruppe unentbehrlich.

Sepp Stierstorfer, der zu Beginn mehrere Vorstandsämter in einer Person bekleidete, führte die
Landesgruppe bis 1984, in den letzten Jahren unterstützt von Wolfgang Backhaus, der anschließend noch viele Jahre, zuerst als 2. Vorsitzender, anschließend als Schatzmeister und Obmann für die Richterfortbildung unermüdlich tätig war. Ab 17. 3. 1984 bis 1996 war Adolf Wollinger 1. Vorsitzender. Diese Zeit war für die Landesgruppe sehr fruchtbar und vor allem dem damaligen Zuchtwart, Rupert Reininger, ist es zu verdanken, dass das züchterische Niveau deutlich angehoben und gefestigt wurde. Auch die inneren Strukturen wurden verbessert.

1986 führte die Landesgruppe erstmals eine Bundesprüfung durch und zwar die B-HZP im Raum
Winzer an der Donau. Als Prüfungsleiter fungierte Rupert Reininger. Suchensieger wurde Gerhard
Dobetsberger aus Leonding/Oberösterreich mit seinem Rüden „Herry von der Fischerpoint“.
Alle Prüfungsteilnehmer, ob Hundeführer, Richter oder Gäste, sind heute noch des Lobes voll über
die hervorragende Organisation und die Gastfreundschaft, die allen Teilnehmern zuteil wurde.

Am 31.07.1988 verstarb Sepp Stierstorfer. Eine große Anzahl von Freunden des Kleinen Münster-
länder begleitete ihn auf seinem letzten Weg. Er wird uns allen immer im Gedächtnis bleiben.

Unbeschadet der Abspaltung der ehemaligen Bezirksgruppe Schwaben, die 1989 eine selbständige Landesgruppe begründete, entwickelte sich unsere Landesgruppe weiterhin sehr positiv.

Anläßlich der Mitgliederversammlung am 02. März 1996 legte Adolf Wollinger den Vorsitz nieder. Ihm folgte Rupert Reininger, der als Zuchtwart von 1983 bis 1996 tätig war. Gerade Rupert Reininger prägte mit seinem Zwinger „Von der Innleit`n“ die KlM-Zucht landes- und bundesweit. Aus gesundheitlichen Gründen musste er im Jahr 2000 sein Amt niederlegen. Sein Nachfolger wurde Manfred Geisler.

Bei der Mitgliederversammlung am 08. März 2003 beschloss die Mehrheit der Mitglieder, einen Antrag beim Registergericht in Landshut zur Eintragung eines Vereins zu stellen. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 23.07.2003, somit wurde die Landesgruppe Südbayern ein eingetragener Verein.

Das Zuchtgeschehen hat sich Gründung der Landesgruppe erfreulich entwickelt. Fielen 1976 nur vier Würfe, so steigerte sich dies im Lauf der Zeit auf durchnittlich ca. 10 Würfe im Zuchtjahr. So fielen in der Zeit vom März 1976 bis Januar 2006 256 Würfe mit insgesamt 1874 Welpen. Die LG verfügt über derzeit 21 aktive Zwinger, drei Deckrüden stehen zur Verfügung. Jährlich findet ein Züchtertreffen im Sinne einer Weiterbildung statt.

Seit 1984 besteht eine Welpenvermittlungsstelle, die zwei Jahre von Sigrid Sedlaczek und von 1986
bis heute von Elisabeth Fischer geleitet wird. Frau Fischer war von 1986 bis 1996 auch Schriftführerin der Landesgruppe.

Großer Wert wird auch auf das Erbringen von Leistungsnachweisen gelegt. So fuhren im Jahre 1984
fünf Führer mit ihren KlM nach Österreich, um im Burgenland Vbr nachzuweisen. Um den jaglichen
Gegebenheiten Rechnung zu tragen, ist der raubzeugscharfe Hund für den Jäger unentbehrlich.
So wird in der Landesgruppe auch ausschließlich mit Rüden, die den Härtenachweis erbracht haben, gezüchtet. Ein Großteil unserer Zuchthündinnen hat ebenfalls den Härtenachweis.

Aufgrund der ständigen Bemühungen aller Engagierten der Landesgruppe und dem Verständnis
großzügiger Revierinhaber konnten im Laufe der Jahre zunehmend mehr Prüfungen durchgeführt
werden, so:

VJPen in Schwabmünchen, Abensberg, Gaimersheim, Aldersbach, Walburgskirchen und Ramerberg
HZPen in Schrobenhausen, Winzer, Gaimersheim und Ramerberg
VGPen in Schrobenhausen, Ampfing und Ramerberg
Bringtreueprüfungen in Raubling, Wolfratshausen und Thailing

Insgesamt führte die Landesgruppe seit ihrer Gründung 31 VJPen, 17 HZPen und 8 VGPen durch.
Die Landesgruppe verfügt derzeit über 37 Verbandsrichter.

Auch das gesellschaftliche Leben kommt natürlich in unserer Landesgruppe nicht zu kurz. So findet
jeweils im Sommer ein Grillfest mit eingebundenem Welpenspieltag in der Einöde Hausberg, Gast-
stätte Schlecht-Thalhammer, statt.

 


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